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6. Medien

 

Wenige sind im Stande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen 

 

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können,

muss man vor allem ein Schaf sein.

(Albert Einstein, 1953)

 

 

Wir sind dabei, eine Welt zu schaffen, in der einige wenige - und immer weniger werdende - Monopolisten sämtliche Informationen und Ereignisse vermitteln, während die große Restmenschheit aufs Zusehen und Zuhören beschränkt ist.  

Täglich anfallende Informationen evolutionären Ausmasses gehen häufig unter oder werden durch die allgegenwärtige mediale Überflut vergessen & verdrängt. Hier also eine private Ansammlung von allgemein öffentlich zugänglichen, etablierten Medien.



In diesem neuen Jahrtausend ist die Kunst der Memetik, der Gedankeninfektion nicht nur in der Werbung zu einem globalen Bewußtseinsfaktor geworden.

Die alltägliche Auswirkungen medialer Wortschöpfung sowie die Art & Weise Information verklärend & emotionalisierend darzustellen haben Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Umwelt.


Durch die offensichtliche Medienkonzentration sind auch nur bestimmte Inhalte die Angst, Unsicherheit oder Ablenkung bewirken sollen Thema.

 

Nach kurzer "...unter systemtheoretischer Perspektive demokratietheoretische Überlegungen..." -einmal quer durch Wikipedia 11/08:

 

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“Unterscheidungen, die auf zwei Seiten Grenzen ziehen, nennen wir ‘Medien’.”

Dr. Harald Wasser

 

Beispielhafter Ausschnitt: “Medien können als operativ und funktionell abgrenzbare Strukturabschnitte begriffen werden, die sich durch die besondere Eigenschaft auszeichnen, bei jeder Aktivierung immer und unvermeidlich Struktureffekte an anderen Stellen auszulösen.
 
Darin genau liegt der McLuhan Effekt. Des weiteren können sie sich immer nur an Stellen “einklinken”, die bereits medial vorbesetzt sind. So musste der Buchdruck irgendwo zwischen alphabetischer Schrift und Holzschnitt “einklinken”, das gute, alte Fernrohr am Licht und am Auge, das erste Auto am Pferdewagen und am Fuß etc. Medien klinken also immer als “Schnitt-Stellen” ein.
Deswegen hatte McLuhan diese “abschneidende Wirkung” scharfzüngig unter dem Stichwort Amputation abgehandelt.”

Luhmann, McLuhan und der Graf von Monte Christo. Ein medientheoretisches Essay. Es enthält eine Kritik der Luhmannschen Medientheorie (Heider-Medien) sowie einen Vorschlag zur Begründung einer neuen, an McLuhan angelehnten Medientheorie. Zitierfähige Onlineveröffentlichung.

 

Herzuleiten durch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Alphabetisches_Monopol

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCndliche_%C3%9Cberlieferung

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachkritische_Wende

"...eine Reihe von sehr unterschiedlichen Entwicklungen im abendländischen Denken des 20. Jahrhunderts. Allen gemeinsam ist eine grundlegende Skepsis gegenüber der Vorstellung, Sprache sei ein transparentes Medium zur Erfassung und Kommunikation von Wirklichkeit. ..
.
...Diese Sicht wird durch die Auffassung von Sprache als unhintergehbare Bedingung des Denkens ersetzt. Danach ist alle menschliche Erkenntnis durch Sprache strukturiert; Wirklichkeit jenseits von Sprache ist nicht existent oder zumindest unerreichbar. ...
 
 ...das Problem der Erzählung in der modernen Geschichtstheorie und beschreibt, wie Erzählstrukturen das Verständnis jeder Rekonstruktion von Geschichte lenken und damit manipulieren. Elfried Müller und Alexander Ruoff fassen das Ergebnis seiner Analyse so zusammen: "Erzählt man Geschichte, interpretiert man sie notwendig durch die Art und Weise, in der man ihre einzelnen Daten strukturiert."

 

...Der Begriff "Vierte Gewalt" dient in diesem Zusammenhang dazu, eine von der Verfassungstheorie abweichende negative Verfassungswirklichkeit anzuprangern. ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt

...Analog zur Vierten Gewalt wird der Lobbyismus auch als Fünfte Gewalt bezeichnet. ...
 
... Zugleich fordert der Begriff von Publizisten ein Berufsethos, das im Interesse von Demokratie und Rechtsstaat dem Auftrag der freien Meinungs- und Willensbildung gerecht wird. ...
 
... Oftmals gelten Presse oder (Massen-)Medien in Demokratien als Vertreter des Volkes, legitimes Sprachrohr der politischen Meinungs- und Willensbildung.
 
In Wirklichkeit nehmen jedoch mächtige Akteure (z. B. Regierungen, Großunternehmen) durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit (neudeutsch: PR von engl. public relations) regelmäßig mehr oder weniger verdeckten Einfluss auf die Berichterstattung. Dadurch gelingt es ihnen bisweilen, die „Volksmeinung“ zu fälschen oder gar zu „fabrizieren“.  ...
 
...Aus solchen Erfahrungen speist sich ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber der „Vierten Gewalt“, das sich im Volksmund (z.B. Unterscheidung zwischen „öffentlicher Meinung“ und „veröffentlichter Meinung“) ebenso wie in zahlreichen Buchtiteln (Die manipulierte Öffentlichkeit[4], Manufacturing Consent[5]) niederschlägt.  ...

 

...Unter Funktionen der Massenmedien ... ist jeweils zu fragen, auf welche Umweltsysteme sich eine journalistische Leistung bezieht“...

http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionen_der_Massenmedien

Wahrnehmung der Funktionen

...Subsidiär erfüllen die Medien auch das Bedürfnis nach persönlicher Identität. ...

...Indem sie Rollen und Normen einseitig und stereotyp darstellen, fördern die Medien Vorurteile und Rassismus.. Das dient einerseits dem reinen Vergnügen, hilft aber andererseits, den Alltag zu bewältigen, indem die Medien Erfolg versprechende Handlungsmuster vermitteln. ...

...Darüber hinaus zeigen Medien den Nutzern, welche Themen sozial und gesellschaftlich relevant sind, und liefern so Gesprächsstoff. ...

 

Die Theorie der Schweigespirale entstand aufgrund einer Beobachtung, die Noelle-Neumann in den Bundestagswahlkämpfen zuerst 1965 und dann 1972 macht

http://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale

".... Der besonders große Einfluss, den Noelle-Neumann dem Fernsehen im Gegensatz zu anderen Medien zuschreibt, beruht darauf, dass durch die vorgebliche Suggestivität und Authentizität des Fernsehens diesem besondere Glaubwürdigkeit zukomme. Das starke Wirkungspotential des Fernsehens fasst Noelle-Neumann dabei mit den drei Begriffen Kumulation, Konsonanz und Öffentlichkeitseffekt zusammen. ....

http://de.wikipedia.org/wiki/Mediendemokratie

...Eine solche Entwicklung kennzeichnet eine hedonistisch ausgeprägte Gesellschaft, die auf diese Weise Politik und Medien sehr stark von einander abhängig macht. Eine Erweiterung um die politisch-kulturelle Dimension erfährt die Mediendemokratie in der These der Mediokratie. ...

Dies kann dazu führen, dass politische Veranstaltungen und Ausdrucksformen mehr oder weniger zu Inszenierungen werden.

Dies gilt beispielsweise für

    * Wahlparteitage,

    * Fernsehreden, sog. „Fernsehduelle“ und öffentliche Auftritte von Politikern,

    * Wahlaussagen, die auf ihre Medienwirksamkeit hin geprüft werden,

    * symbolische Politik,

    * Emotionalisierung, Vereinfachung und Personalisierung komplizierter politischer Fragen.

Es kann ferner dazu führen, dass Politiker sich dazu verleiten lassen, politische Inhalte den von den Massenmedien geförderten oder gar inszenierter Themen (Kampagne) anzupassen bzw. darauf eingehend zu schaffen.

...Auflagen- bzw. quotensteigernde Themen werden häufig ohne Rücksicht auf relevante Fakten und Details publiziert, so dass den Konsumenten oft ein Zerrbild der Wirklichkeit präsentiert wird.  ...

...Die so oft künstlich und ohne wirklichen Hintergrund erzeugten Stimmungen scheinen auch auf Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft großen Einfluss zu haben hinsichtlich ihrer Auftritte in der Öffentlichkeit und der vorgestellten Inhalte, was im Begriff Stimmungsdemokratie zum Ausdruck kommt. ...

 ...Auch die Rücksicht auf Werbekunden sollte nicht außer acht gelassen werden, denn bestimmte politische Themen beeinflussen auch die Wirtschaft, womit wiederum Anzeigenkunden bei Stellungnahmen in bestimmte Richtungen verprellt werden könnten. ...

 

 

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Immanuel Kant

 

Das Heil einer Republik oder eines Reiches beruht also nicht auf einem Fürsten der zeitlebens weise regiert, sondern darauf, dass er dem Staat Einrichtungen gibt, durch die er sich auch nach seinem Tode erhalten kann. (Machiavelli)